Freitag, 21. Februar 2014

Seychellenpalme Coco de Mer- weltweit einzigartig

Die Seychellenpalme ist eine biologische Sensation und ein Naturwunder, das weltweit seinesgleichen sucht. Die berühmte Palme steht im geheimnisvollsten Urwald der Welt. Ihre Frucht, die Coco de Mer, gleicht einem weiblichen Becken. Sie ist die Seychellen Nationalfrucht und häufigstes Seychellen Souvenier. Anfrage Seychellen Urlaub, Telefon 0 35 35/24 25 24, täglich 8 bis 22 Uhr

Coco de Mer
Namensgebung der Meereskokosnuss

Die weltweit größte Kokosnussart und der größte Samen im Pflanzenreich erhielt ihren Namen durch ein Missverständnis. Die Kokosnuss wurde früher an den Küsten der Malediven, Indonesiens und Südafrikas immer wieder angespült, ohne dass jemand ihre Herkunft erklären konnte.

Der portugiesische Weltumsegler Ferdinand Magellan berichtete sogar um 1520 von schwimmenden Nüssen im Ozean, die an einem riesenhaften Baum auf dem Grunde des Meeres wüchsen. Manchmal sei die Baumkrone in flachen Buchten vor der javanischen Küste sogar sichtbar, aber wenn man hinuntertauche, verschwinde sie sofort.

So nahmen die Menschen an, dass es sich um eine Meereskokosnuss handeln müsste, die im Meer wachsen würde.

Kostbare Frucht

Die sagenhafte Meereskokosnuss war bei den Reichen und Mächtigen der Welt äußerst begehrt. Die Briten sollen eine Coco de Mer für 400 Pfund Sterling gehandelt haben, was heute etwa 70.000 Euro entspricht. In Japan galt die Frucht sogar als heilig.

Heimat der Koko d Mer

Nur auf den Seychellen Inseln Mahé, Praslin und Curieuse ist der Dschungel der legendären Koko d Mer aus der Urzeit übrig geblieben, als die Erde noch nicht von Menschen bewohnt war. Coco de Mer Palmen wachsen am besten in den tieferen, reicheren Böden der unteren Hänge und auf hohen Bergrücken mit einer geringeren bewaldeten Dichte.

Mythen und Legenden

Die Meereskokosnuss, das wohl bekannteste Souvenir der Seychellen, ist wegen ihrer männlichen und weiblichen Formen von Mythen und Legenden umgeben. Früher wurde sie als Statussymbol gehandelt und galt als Frucht der Versuchung.

Als Seefahrer die Seychellenpalmen auf Praslin entdeckten, nahmen die unendlichen Geschichten und Fantasien ihren Beginn. Denn der Blütenstand der männlichen Palmen gleicht einem meterlangen Penis, und die Samen der weiblichen Palmen sehen wie ein ausladendes weibliches Becken aus.

In stürmischen Nächten sollen die Meeresnusspalmen Hochzeit feiern und sich die männlichen und weiblichen Palmen paaren. Wenn es ein Mensch wage, diese Begegnungen der Palmen zu beobachten, müsse er sterben.

Ist es nun der Wind, oder sind es Geckos und Insekten, die bei der Befruchtung helfen? Denn die Blüten der männlichen Seychellenpalmen locken Insekten, Geckos und Schnecken an. Die deutsche Biologin Dr. Frauke Fleischer-Bogley aus Erfurt erforscht es im geheimnisvollsten Urwald der Welt.

Coco de Mer Herz
Garten Eden

Der britische General Charles Gordon meinte 1881, dass es sich bei der urzeitlichen Seychellenpalme um den "Baum der Versuchung" handeln müsste. Die herzförmige Form der Nuss, die beckenförmige Frucht und der Blütenpenis hatten wohl auch seine Fantasie angestachelt. Seiner Meinung nach sollte sich der biblische Garten Eden bis zu den Seychellen hinziehen und das Vallee de Mai der Insel Praslin das Zentrum das Paradieses sein.
Seychellenpalmen

Aussehen der Seychellenpalme

Die Seychellenpalme ist eine sehr hohe schlanke Palme mit einem geraden glatten Stamm. Die gigantischen Baldachine aus riesengroßen gefächerten Blättern, die vor Sonne und Regen schützen, strecken sich auf den schlanken Meeresnusspalmen senkrecht bis zu 40 Meter in die Höhe. Im Vallée de Mai können die Blätter der jungen Coco de Mer Palmen eine Länge von 14 Metern oder mehr erreichen.

Vermehrung der Coco de Mer

Die Seychellennusspalme hat eine ungewöhnliche Biologie, die fast mit der menschlichen vergleichbar ist.

Das erste Blatt zeigt sich etwa ein Jahr nach der Keimung, das zweite im zweiten Jahr usw. Erst nach 20 Jahren sind die Palmen ausgewachsen, blühen zum ersten Mal und können wieder neue Palmen zeugen.

Blütenpenis

Die Blüten einer männlichen Palme gleichen in der Form einem menschlichen Penis.

Blütenpenis der Coco de Mer, männliche Blüte, Quelle: Wikipedia, Dreizung
Die weiblichen Blütenstände sehen großen aufgezogenen Perlenketten ähnlich. Aus ihnen entwickeln sich nach der Befruchtung drei bis fünf herzförmige Früchte je Blütenstand und bis zu 25 Früchte gleichzeitig, die bis zu 18 Kilogramm wiegen können. Die schwerste je gefundene Coco de Mer liegt übrigens im Seychelles National Museum. Sie wog 18 Kilogramm.

Coco de Mer, weiblich
Nach 9 Monaten Reifezeit erreicht eine Coco de Mer ihre volle Größe. Wenn sie unreif ist, enthält die Frucht eine Gelee, die für die Herstellung von Desserts verwendet wird. Eine reife Meereskokosnuss fällt dann zu Boden und keimt innerhalb von 3-6 Monaten neu.

Die Palmen wachsen sehr langsam und können wahrscheinlich ein Alter zwischen 200 und 400 Jahren oder älter erreichen.

Vallee de Mai- Naturkundemuseum von Praslin

1768 entdeckte der französische Landvermesser Brayer du Barré als Erster das unberührte Vallee de Mai auf der Insel Praslin und die sagenumwobenen Seychellenpalmen Coco de Mer. Er nahm 30 der kostbaren Samen mit und kehrte mit einem größeren Expeditionsschiff zurück, um den Dschungel von Praslin zu plündern und die Coco de Mer zu verkaufen.

Video über die Coco de Mer



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