Dienstag, 14. März 2017

Landgewinnung auf den Seychellen

Die Hauptinsel Mahé bietet kaum ebene Flächen zur Ansiedlung von Industrie oder weiterem Wohnraum. Deshalb müssen die Seychellen künstlich Land gewinnen. Von 1999 bis 2006 wurden rund 190 Mio. US-Dollar für die Landgewinnung auf Mahé und Praslin ausgegeben.

Perseverance Housing Development
Perseverance Housing Development (c)The National
Landgewinnung oder Zersiedelung

Jede Urbanisierung fordert Tribute. So kleine Granit-Inseln wie die Seychellen kämpfen mit zusätzlichen Problemen. Mehr zur Geologie der Seychellen Inseln

Sollte die Seychellen Regierung den Tropenwald abholzen, um Bauflächen zu schaffen? Die größte Insel zersiedeln? Die Bodenerosion fördern? Häuser an unzugänglichen Hängen bauen? Den zerbrechlichen Boden destabilisieren? Erdrutsche und Bodenerosion fördern? Überschwemmungen während der Regenzeit provozieren? Terrassen, Säulen und Mauern bauen und die Baukosten in unkalkulierbare Höhen treiben? Oder zusätzlich Land vom Meer gewinnen?

Mangel an Land in dem kleinsten Land in Afrika war schon immer ein Problem. Der Großteil der Hauptstadt liegt bereits heute auf künstlich aufgeschüttetem Land. Eine dauerhafte und nachhaltige Lösung war die Landgewinnung auf den Seychellen.

Die flachen Korallenriffe an der Ostküste von Mahe boten sich hierfür an, um der städtischen Expansion zu begegnen.

Positiv war, dass Rohöl nur US $ 18 pro Barrel kostete. Heute würde die Landgewinnung $ 55 Millionen verschlingen. Auch war der Währungskurs günstiger. Ein Dollar kostete nur 4,5 Rupien. Heute sind es 150 Prozent mehr.

"Wir haben 352 Hektar Land gewonnen. Damals (1998 bis 2002) war das Rohöl bei US $ 18 pro Barrel. Wir waren sehr glücklich..., denn heute würde die Aufschüttung $ 55 Millionen kosten. Auch war ein Dollar nur fünf Rupien zu der Zeit wert, jetzt sind es 13 Rupien," sagte Christian Lionnet, Seychellen Minister für Landnutzung und Wohnraum.

Internationaler Flughafen

Die Fläche für den internationalen Flughafen war bereits in den 70er Jahren künstlich aufgeschüttet worden. Auftraggeber waren die USA.

Mahe Port Islands

Weitere Projekte im Hafengebiet der Hauptstadt Victoria folgten. Die Arbeiten begannen 1998.

Auf Port Islands befinden sich
  • Seychellen Nationalversammlung (2016)
  • Justiz
  • Börsengebäude
  • Universität von Port Island
  • Park
  • Tankstelle
  • SPTC Hauptsitz
  • SIBA Hauptsitz
  • Fischkonserven Fabrik
  • Lagerhäuser
  • Neuer Portabschnitt
  • PUC Bauernhof
  • Hotel - neues Government Hotel
  • Heliport
  • IKEA.
Eden Island

Eins der luxuriösesten Projekte war die Aufschüttung und Errichtung der künstlichen Insel Eden Island vor Mahe. Das Projekt wurde 2014 fertiggestellt. Die Investoren kamen aus Australien und Südafrika.

Perséverance Island

Perseverance Island ist eine weitere künstliche Insel den Mahe Port Islands. Sie liegt 2 km von der Hauptstadt Victoria entfernt und wird hauptsächlich Wohnzwecken dienen. Es existiert außerdem eine große Marinebasis an der Südspitze der Insel. Die Insel wurde im Laufe des Jahres 2000 begonnen.

Bis 2020 soll die Insel 10.000 oder mehr als 15% der Bevölkerung der Seychellen aufnehmen.

Hier finanziert der Abu Dhabi Fund for Development 142 Einheiten des Perseverance-Projekts im Rahmen eines Stipendiums.

Romainville und Ile du Port

Im Jahr 2011 hatte der Präsident der Seychellen Scheich Khalifa, Präsident der VAE um Hilfe gebeten. Die UAE sollten einen Masterplan für die Entwicklung der Seychellen ähnlich Abu Dhabi 2030 Vision ausarbeiten. Laut Abu Dhabi Urban Planning Council (UPC) ist die Arbeit auf dem Seychellen 2040 die erste internationale Zusammenarbeit.

In den Jahren 2012 bis 2013 errichtete Masdar Special Projects die Port Victoria Wind Farm. Der Windpark besteht aus acht Windkraftanlagen über zwei kleine Inseln, die vor der Küste von Mahe sind - fünf Turbinen auf der Insel Romainville und drei in Ile du Port.

Das Projekt produziert fast 7 Gigawattstunden saubere Energie pro Jahr. Genug, um etwa 2.100 Häuser oder 8 Prozent der Netzkapazität von Mahe zu erzeugen. Die Unison Company, ein südkoreanischer Hersteller und Auftragnehmer, lieferte die 750-Kilowatt-Turbinen.

Das Projekt wurde durch einen Zuschuss in Höhe von 28 Millionen US-Dollar (US) aus dem Abu Dhabi Fund for Development finanziert. Er ist eine staatliche Einrichtung, die den Lebensstandard in den Entwicklungsländern erhöht.

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